Arbeitslose über 50

Wenn Menschen über 50 ihren Arbeitsplatz verlieren, kann es schwierig sein, in absehbarer Zeit eine neue Arbeit zu finden. Menschen über 50 Jahre sind daher stärker von Langzeitarbeitslosigkeit und deren Auswirkungen auf die psychische Gesundheit betroffen. Es stehen verschiedene Ressourcen zur Verfügung – zögern Sie nicht, diese in Anspruch zu nehmen! 

 

Die Angst, nach dem 50. Lebensjahr den Arbeitsplatz zu verlieren, ist bei vielen Arbeitnehmenden sehr präsent. Wenn dies geschieht, wirkt es oft wie eine kalte Dusche. Die Angst, den Job zu verlieren, wird dann durch die Angst ersetzt, nicht schnell genug oder sogar gar keinen Job mehr zu finden. Der Stress und die Angst, die mit dieser ungewollten Situation verbunden sind, beeinträchtigen die psychische Gesundheit ernsthaft. Es ist ganz normal, solche Gefühle zu haben. Zögern Sie nicht, mit Angehörigen oder Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt darüber zu sprechen und Hilfe zu suchen, wenn der Zustand anhält oder sich verschlechtert. Es gibt verschiedene Organisationen, die arbeitslose Menschen beraten und unterstützen. Wenn Sie Hilfe benötigen, zögern Sie nicht, diese zu kontaktieren (siehe Kapitel «Die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf die psychische Gesundheit»).

Ressourcen für ältere Arbeitssuchende

Informationen für die Stellensuche – 50 plus

In der Schweiz richten sich verschiedene Ressourcen speziell an über 50-jährige Arbeitslose. Seit dem 1. Juli 2021 können insbesondere Personen über 60 Jahre, die ausgesteuert wurden, Überbrückungsleistungen (Überbrückungsrente) in Anspruch nehmen, um ihren Existenzbedarf zu decken, bis sie das ordentliche Rentenalter erreicht haben. 

Die lateinischen Kantone bieten über ihre Arbeitsämter verschiedene Massnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung an, die sich speziell an Arbeitssuchende ab 50 Jahren richten. Diese Massnahmen richten sich auch an Personen, die keinen Anspruch mehr auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung haben.

Die Stiftung Intégration pour tous bietet individuelle Unterstützung und verschiedene Werkzeuge für die Wiedereingliederung an, mehr Informationen hier.

Das SAH bietet auch Unterstützung und Wiedereingliederungsressourcen für Langzeitarbeitslose an. Praktische Unterstützung bei der Stärkung der persönlichen Fähigkeiten, des Selbstbewusstseins und der beruflichen Fertigkeiten wird ebenfalls angeboten. Das SAH ist in den meisten Kantonen vertreten. Die Kontaktdaten der Regionalverbände finden Sie hier.

Bei längerer Arbeitslosigkeit oder wenn die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt schwieriger scheint, sollten Sie nicht zögern, sich an diese Organisationen zu wenden, da ihre Unterstützung auch für die psychische Gesundheit von Vorteil sein wird.

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