Die Bedeutung von sozialen Aktivitäten

Soziale Beziehungen können mit fortschreitendem Alter abnehmen. Isolation und Einsamkeit wirken sich negativ auf die psychische Gesundheit aus und können verschiedene Probleme verursachen (Depressionen, Angstzustände, Stress). Es ist daher sehr wichtig, darauf zu achten, mit Familie und Freundinnen und Freunden in Kontakt zu bleiben und weiterhin einer anregenden sozialen Aktivität nachzugehen. 
 

Wichtige soziale Aktivitäten in jedem Alter

In der Schweiz fühlt sich ein grosser Teil der Seniorinnen und Senioren bei sehr guter Gesundheit. Bei den 70- bis 74-Jährigen ist sogar von einem Höhepunkt an Energie und Vitalität die Rede. Zur Aufrechterhaltung einer guten psychischen Gesundheit ist es wesentlich, sozial und körperlich aktiv zu bleiben. Der Kontakt mit Familie und Freundinnen und Freunden verbessert die Lebensqualität und ist gut für die Stimmung. So wird das Risiko für Depressionen, Angstzustände und andere psychische Probleme vermindert. Soziale Beziehungen verbessern auch die Gehirn- und Gedächtnisleistung. Dies reduziert das Risiko, an Demenz zu erkranken. 

Es ist sehr wichtig, mit seinem Umfeld in Kontakt zu bleiben, auch wenn es manchmal etwas Anstrengung kostet. Es ist nie zu spät, alte Bekannte wieder zu treffen oder neue Bekanntschaften zu machen. Bei bestimmten Ereignissen im Leben (Übergang in den Ruhestand, Verlust der Ehepartnerin/des Ehepartners, Krankheit usw.) ist die Unterstützung des Umfelds besonders wichtig. 
 

Aktivitäten, die Spass machen und bei denen Sie Menschen treffen können

Es ist wichtig, Aktivitäten zu finden, die den persönlichen Fähigkeiten und Vorlieben entsprechen, etwas zu tun, das einem Spass macht, in guter Gesellschaft. Sich Ziele zu setzen und Pläne zu haben fördert das psychische Wohlbefinden (siehe auch Rubrik «Pläne und Projekte»). Seine Stärken oder Tätigkeiten, in denen man gut ist, in den Vordergrund zu rücken, gibt einem das Gefühl, nützlich zu sein. Geistig fit und aktiv zu bleiben fördert auch das gesunde Altern. 

Der Ruhestand kann der ideale Zeitpunkt sein, um das zu tun, was uns gefällt und Spass macht, um Neues zu lernen oder um an Gruppenaktivitäten teilzunehmen.

Es gibt verschiedene Aktivitäten, um mit anderen in Kontakt zu bleiben:

  • regelmässig rausgehen, um frische Luft zu schnappen und sich zu bewegen; in der Natur, in der Stadt, im Quartier oder im Dorf spazieren gehen (siehe auch Rubrik "Bewegung und körperlicher Aktivität");
  • an einem Kurs oder einer Gruppenaktivität teilnehmen, sich weiterbilden, etwas Neues lernen;
  • Freundinnen und Freunde oder die Familie treffen;
  • sich um die Enkelkinder kümmern;
  • sich ehrenamtlich engagieren; anderen zu helfen ist gut für die geistige Gesundheit und ermöglicht neue Bekanntschaften (siehe auch Rubrik «Seniorinnen und Senioren in der Gesellschaft»);
  • an kulturellen Aktivitäten teilnehmen (Theater, Kino, Konzert, Museumsbesuch, usw.);
  • am Gesellschafts- oder Vereinsleben des Quartiers oder der Gemeinde teilnehmen;
  • eine Person aus dem nahen Umfeld besser kennenlernen, z. B. eine Nachbarin oder einen Nachbarn;
  • an Aktivitäten teilnehmen, die von einer Organisation in der Umgebung angeboten werden (Sportverein, Kulturverein, Kirchgemeinde usw.);
  • einen geregelten Tagesablauf beibehalten und mehrmals pro Woche Ausflüge und Aktivitäten organisieren. 
     

Zögern Sie nicht, um Hilfe zu bitten

Wenn Sie beginnen, sich isoliert zu fühlen, unter Einsamkeit zu leiden, sollten Sie nicht zögern, um Hilfe zu bitten. 

  • Pro Senectute ist in allen Kantonen aktiv und bietet verschiedene Dienstleistungen zur Hilfe und Unterstützung von Menschen ab 65 Jahren sowie zahlreiche Sozial- und Freizeitaktivitäten an. 
  • Der Verein Mouvement des aînés (MDA) ist ebenfalls in mehreren Kantonen vertreten und bietet eine breite Palette von Aktivitäten an, um Spass zu haben und neue Leute kennenzulernen. 
  • Die Gemeinden bieten oft Aktivitäten für Seniorinnen und Senioren an (Mahlzeiten, Treffen, sportliche Aktivitäten, Ausflüge usw.). Zögern Sie nicht, Ihre Gemeindeverwaltung um weitere Informationen zu bitten.
  • Sie können auch mit Ihrem Hausarzt oder einer Person Ihres Vertrauens sprechen. Zur Unterstützung in schwierigeren Zeiten stehen verschiedene professionelle Hilfen zur Verfügung (Sozialarbeitende, Psychologinnen/Psychologen, usw.). 

Interview mit einer/einem Expertin/Experten

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