Migration

Sein Zuhause verlassen, in ein fremdes Land oder in eine andere Region ziehen... Das ist eine grosse Herausforderung, die enorme Veränderungen mit sich bringt. Eine neue Sprache, eine andere Kultur, andere Gewohnheiten... All das kann einen aus dem Gleichgewicht bringen und die psychische Gesundheit beeinträchtigen.

Seine Heimat verlassen, um anderswo zu leben, kann eine bereichernde, aber auch eine belastende Erfahrung sein. Welchen Grund auch immer die Auswanderung hat (neue Arbeitsstelle, bessere Lebensbedingungen, Flucht vor Krieg usw.) – sie verlangt, dass man seine Gewohnheiten ändert und sich ganz neu ausrichtet. Die wegziehende Person muss auch mit der Entfernung von ihrer Familie und ihrem Umfeld – manchmal sogar mit dem Verlust dieser Menschen – klarkommen.

Die Lebensumstände im neuen Land, die ungewisse Zukunft, aber auch Integrationsschwierigkeiten oder das Gefühl, von den Einheimischen abgelehnt zu werden, beeinflussen stark die Lebensqualität der Betroffenen. All das kann den Alltag erschweren und psychisch schwer zu verkraften sein.

Ausserdem können die Gründe, die jemanden zur Auswanderung getrieben haben, und die oftmals traumatisierenden Erlebnisse in der Heimat (Krieg, Hunger usw.) oder auf dem Weg ins Exil die psychische Gesundheit beeinträchtigen. Von seiner Familie getrennt sein, die oftmals unter prekären Umständen im Heimatland zurückgelassen wird... Keine Nachrichten von seinen Angehörigen haben... All das sind für die Personen im Exil schwierige Situationen.

Der physische und psychische Gesundheitszustand von eingewanderten Personen ist im Allgemeinen schlechter als der der hiesigen Bevölkerung. Sie leiden beispielsweise häufiger unter Depressionen. Zudem erschweren Sprachbarrieren oder die Unkenntnis über die Abläufe im neuen Land den Zugang zu Informationen und zu den medizinischen Diensten.

Doch es gibt Lösungen für all diese Probleme – sie müssen nicht allein bewältigt werden. Migrationsdienste und -vereinigungen helfen dabei, die Abläufe im neuen Land zu verstehen. Zudem erteilen sie Betroffenen Ratschläge zu spezifischen Situationen. Sie können Betroffene auch an Fachpersonen weiterleiten. Durchstöbern Sie unsere Datenbank hier.

Auf der Website www.migesplus.ch des Roten Kreuzes finden Sie viele wertvolle Informationen.

Quellen :

 

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